PALUDIGRAS Urnen

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PALUDIGRAS Urnen

Bewusst Abschied nehmen und dabei neue Wege gehen

Unsere Paludigras-Urne ist mehr als ein außergewöhnliches Bestattungsprodukt. Sie verbindet individuelle Gestaltung mit einem besonderen Rohstoffkonzept aus der Paludikultur.

Der Begriff „Paludi“ leitet sich vom lateinischen palus für „Sumpf“ oder „Moor“ ab. Paludikultur bezeichnet die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moorböden. Auf solchen Flächen können unter anderem Schilf, Rohrglanzgras und verschiedene Seggenarten wachsen und als nachwachsende Rohstoffe genutzt werden.

Warum das interessant ist? Entwässerte Moore sind in Deutschland eine bedeutende Quelle von Treibhausgasen. Obwohl Moorböden nur einen vergleichsweise kleinen Teil der deutschen Fläche ausmachen, verursachten entwässerte Moore im Jahr 2022 rund 7 % der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands. Durch die Wiedervernässung kann die weitere Zersetzung des Torfkörpers und damit die Freisetzung von Treibhausgasen deutlich reduziert werden.

Genau hier setzt die Paludikultur an. Wiedervernässte Moorflächen können landwirtschaftlich genutzt werden, ohne sie für die Bewirtschaftung erneut trockenzulegen. Die dort wachsende Biomasse eröffnet neue Möglichkeiten für die Herstellung nachwachsender Rohstoffe und schafft zugleich Perspektiven für eine wirtschaftliche Nutzung nasser Moorflächen.

Vom Paludigras zur Urne

Das geerntete Paludigras wird getrocknet, aufbereitet und anschließend zu einem Werkstoff für die Herstellung unserer Paludigras-Urnen weiterverarbeitet. So findet Biomasse aus der Paludikultur ihren Weg in ein Produkt, das einen besonderen Gedanken mit unserer Natururne® verbindet. Nachwachsende Rohstoffe sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig außergewöhnliche Gestaltung zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unseren Partnern entsteht daraus eine besondere Urne, die den Gedanken der Paludikultur aufgreift und mit den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten von uns verbindet.

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Vom Paludigras zum Rohstoff

Ab Ende Juni wird das Paludigras zweimal im Jahr gemäht und direkt auf den Flächen durch Sonne und Luft natürlich getrocknet. Anschließend wird es zu Ballen gepresst und zur weiteren Aufbereitung an einen deutschen Verarbeitungsbetrieb geliefert.

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Fein aufbereitet für die Weiterverarbeitung

Das getrocknete Paludigras wird gesichtet, entstaubt, magnetisch gereinigt und mehrfach gesiebt, bis eine gleichmäßige Korngröße entsteht. Das Ergebnis ist ein feines, homogenes Rohmaterial, das anschließend bei unserem Materialpartner TECNARO weiterverarbeitet wird.

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Der Urnenrohling auf Paludibasis

Aus dem gewonnenen Granulat entsteht im Spritzgussverfahren unser formstabiler und serientauglicher Urnenrohling auf Paludibasis. Er ist für die Erdbestattung vorgesehen und bildet anschließend die Grundlage für die individuelle Gestaltung unserer Natururne®.

Gemeinsam für neue Wege in der Moornutzung

Manchmal braucht es eine besondere Idee und Menschen, die bereit sind, gemeinsam neue Wege zu gehen. Genau das haben wir mit der Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven erlebt. In kurzer Zeit ist aus einer Idee ein Projekt entstanden, das uns bei Natururne® besonders am Herzen liegt.

Um zu verstehen, warum uns dieser Weg so begeistert, muss man wissen, was ein Moor eigentlich so besonders macht. Ein Moor lebt vom Wasser. Über sehr lange Zeit sammeln sich abgestorbene Pflanzenreste, die unter den dauerhaft nassen und sauerstoffarmen Bedingungen nur sehr langsam zersetzt werden. Daraus entsteht Torf, in dem Kohlenstoff gespeichert ist.

Wird ein Moor trockengelegt, verändert sich dieser natürliche Zustand. Sauerstoff gelangt in den Torf, dieser beginnt sich zu zersetzen und der darin gespeicherte Kohlenstoff wird unter anderem als CO₂ freigesetzt. Deshalb spielt das Wasser für den Erhalt von Moorböden eine so entscheidende Rolle.

Die Hochmoorflächen der Naturschutzstiftung, von denen die von uns verwendete Biomasse stammt, wurden durch umfangreiche Maßnahmen wiedervernässt. Auch torfbildende Torfmoose wurden dort wieder etabliert.

Und genau hier beginnt für uns der besonders spannende Teil dieser Zusammenarbeit. Wie können wiedervernässte Moorflächen erhalten bleiben und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten entstehen?

Die Paludikultur zeigt einen solchen Weg. Auf nassen Moorflächen kann Biomasse wachsen und genutzt werden, ohne die Flächen dafür wieder trockenzulegen. Gemeinsam mit der Naturschutzstiftung konnten wir daraus in kurzer Zeit eine ganz konkrete Idee für uns entwickeln und umsetzen.

Wenn für die Biomasse wiedervernässter Moorflächen sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten entstehen, können daraus auch neue Möglichkeiten für die Nutzung weiterer nasser Moorflächen erwachsen. Genau dieser Gedanke macht das Projekt für uns so besonders.

Wir sind stolz darauf, diesen Weg gemeinsam mit der Naturschutzstiftung gegangen zu sein. Denn unsere Paludigras-Urne steht für uns nicht nur für einen außergewöhnlichen Rohstoff und eine neue Materialidee, sondern auch dafür, was entstehen kann, wenn Naturschutz, neue Nutzungsmöglichkeiten und Innovation gemeinsam gedacht werden.

Für uns ist die Paludigras-Urne nicht einfach nur eine neue Urne. Sie steht für eine Idee, die gerade erst begonnen hat.

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